FANDOM


Leben Bearbeiten

Kaiser Lothar I. wurde 795 geboren (Datum und Ort unbekannt). Seine Eltern waren Kaiser Ludwig der Fromme (†840) und Ermengard. Er ehelichte 821 Ermengard, eine Tochter des Grafen Hugo von Tours. Er hatte neun Kinder, darunter Kaiser Ludwig II. (†875), Lothar II., König von Lothringen (†869) und Karl (†863), König der Provence.

Nach dem Tod Kaisers Ludwigs I. beanspruchte Lothar I. seine vollen Rechte als Kaiser, wie es in der Ordinatio imperii festgelegt war. Das führte zwangsläüfig zum Konflikt mit seinen Brüdern Ludwig dem Deutschen (†876) und Karl dem Kahlen (†877), die sich verbündeten. In der Schlacht von Fontenoy (südwestlich von Auxerre, Burgund) am 25. Juni 841 besiegten sie Lothar. In Diedenhofen (Thionville; Lothringen) kam es zu einem vorläufigen Frieden zwischen den Brüdern. Im August 843 wurde der Vertrag von Verdun das Frankenreich endgültig aufgeteilt, obwohl die ideelle Einheit des reiches fortbestand. Lothar erhielt das Mittelreich, sich von der Nordsee zwischen Schelde, Rhein und Maas bis nach Italien erstreckte. Aachen und Rom waren die beiden Hauptstädte. Außerdem behielt er die Kaiserwürde. Da er sich hauptsächlich nördlich der Alpen aufhielt, übertrug er die Regierung in Italien seinem Sohn, den späteren Kaiser Ludiwg II. Die Provence wurde seinem anderen Sohn Karl zugeteilt. Karl der Kahle herrschte über das Westfrankenreich, Ludwig der Deutsche über das Ostfrankenreich.

Während sich Kaiser Lothar I. hauptsächlich in Aachen aufhielt, verwüsteten die Araber 848 seine süditalienischen Provinzen, und die Normannen plünderten die Nordseeküste. Im Inneren war Lothar ein schwacher Herrscher. Das führte dazu, dass sein Bild in der Geschicht eher negativ dasteht. Schwerkrank teilte er kurz vor seinem Tod im September 855 sein Herrschaftsgebiet unter seinen Söhnen auf. Bereits früher erhielten Ludwig Italien und Karl die Provence und Burgund, während Lothar II. im nördlichen Mittelreich regieren sollte. Mit dieser Maßnahme zersplitterte er das Mittelreich und verhinderte so im Gegensatz zum West- und Ostreich eine eigene politische Entwicklung. Vor allem der nördliche Teil blieb in seinen sprachlichen Grenzen unscharf. Lothar I. zog sich schließlich in die Abtei Prüm (Eifel, nördlich von Trier) zurück, wo er am 29. September 855 starb.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki